2025/2026 Neubau Wasserkraftanlage Hainmühle in Kirchhain - Betziesdorf

Historie
Die Nutzung der Wasserkraft geht an der Hainmühle bis in das Mittelalter zurück. Erstmals urkundlich erwähnt wird die Mühle im Jahre 1555. Für das Jahr 1582 findet sich erstmals die Bezeichnung „Heym-Mühle“. Damals wurden mit Mühlrädern eine Vielzahl von schweren mechanischen Arbeiten verrichtet. Die Wasserkraft wurde hier zum Betrieb von drei mechanischen Einrichtungen wie einer Getreidemühle und möglicherweise einer Ölmühle und einer Scheidemühle verwendet. Gesichert ist der Mühlenbetrieb seit 1686.

Auf diesem Bild ist die Nutzung im 19. und bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein erkennbar.
1905 wurde eine Turbinenanlage eingebaut. Die Kraftübertragung erfolgte noch rein mechanisch über Kammrad und Riemen zu den Mahlstühlen in der Mühle.
Im Jahre 1980 wurde die Mühle auf Stromerzeugung umgestellt. Die Stromerzeugung erfolgt bis jetzt im dafür errichteten Turbinengebäude, jedoch mit nur noch ca. 30.000 kWh Jahresertrag.
Ablauf des Neubaus der WKA Hainmühle
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2018 Gespräche mit Eigentümer, RP Gießen
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2019 Vorstellung des Projekts ggü. der Öffentlichkeit
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2019 Erwerb der Flächen vom Eigentümer und der Stadt Kirchhain
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2021 Vorstellung der Planunterlagen
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2022 Abgabe der Planunterlagen
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April 2025 Erhalt der Baugenehmigung
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April – Juni 2025: Baggerarbeiten, Wasserhaltung
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Juni – November 2025: Betonarbeiten (Bodenplatten, Wände WKA und Fischpässe)
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Dezember 2025: Bau des Krafthauses (Betonwände, Dach)
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Januar – Februar 2026: Stahlbetonbau (Schütze für WKA, Fischabstieg, Leerschuss)
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März 2026: Einbau Rechen, Rechenreiniger, Hydraulik
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April 2026: Installation Schaltschrank, Turbine, Generator
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Mai 2026: Rückbau Wasserhaltung, Beginn Testbetrieb, Einweihungsfeier (--> Pressebericht Oberhessische Presse zur Einweihung)
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offizielle Inbetriebnahme, weitere Arbeiten an der Fassade und am Außengelände folgen später
Zahlen, Daten, Fakten
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Anlagentyp: Buchtenkraftwerk mit teilgeheberter Kaplanturbine
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Turbinentyp: doppelt geregelte Kaplanturbine (Vierflügler)
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Fallhohe: 1,57 m
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Leistung Generator: 90 kW
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Schluckvermögen: 7,7 m³/s
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Drehzahl: ca. 93 /min
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Laufraddurchmesser: 1780 mm
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Abtrieb: Riemen
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Generator: Asynchrongenerator
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Krafthaus : 7,5 m x 6,8 m, hochwassersicher
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Jahresertrag: ca. 0,5 GWh
Diese stetige Stromerzeugung entspricht ca. 50 % des Verbrauches der Haushalte von Betziesdorf.

Fischschutz
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Fisch- und Treibgutabweiser nach Gluch (horizontal angeströmter Rechen mit horizontalen Rechenstäben, Maximalabstand 15 mm)
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Rechenreiniger mit horizontaler Bewegungsrichtung ohne Anheben des Rechengutes
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Maximale Anströmgeschwindigkeit vor dem Rechen von 0,5 m/s
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Sohlleitkante zum Schutz von sohlnah wandernden Fischen wie Aale
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Fischaufstieg über Becken-Schlitzpass mit vertikalen Schlitzen
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Anbindung mit örtlicher Sohlstruktur
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Fischabstieg am Ende des Rechens mit oberflächen- und sohlnahen Abstiegsöffnungen und Bremswehr zur Einstellung der optimalen Abstiegsgeschwindigkeit
